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Death Parade

Das erste was ich von dem Anime kannte war das Intro, das mich schon immer sehr begeistert hatte. Die Musik, der Rhythmus und diese Tanzeinlagen. Also ab dafür. Und dann gings los und ich konnte Decim nicht mehr ernst nehmen, denn ich hörte nur noch Charlie Sheen, die deutsche Synchronstimme des jungen Mannes.

„Willkommen im Quindekim“ – so begrüßt Dekim alle seine Gäste auch das frischverheiratete Ehepaar Takashi und Machiko. Dieses versteht nicht, was es in seiner Bar macht und vor allem wissen sie nicht mehr, wie sie dorthin gekommen sind. Sie sind einfach aus dem Aufzug gestiegen und dort gelandet. Um von dort wieder wegzukommen, müssen sie ein Spiel spielen, das über ein Roulette ausgelost wird. In ihrem Fall: Dart. Doch nichts daran ist normal. Sie spielen um ihr Leben. Zudem markieren Körperteile die Punktefelder, jeder Treffer bereitet dem anderen Schmerzen.

Das ist nur eins der Spiele, die auf die Besucher des Quindekim warten. Die erste Frage, die ich nach ein paar Minuten zu hören bekam: „Stehst du drauf, wenn Menschen gequält werden?“ Nein, aber ich wollte die Serie mal sehen und wissen, wie sie so ist. Und dann war er selbst ganz gefesselt davon. Wie jedes Mal, wenn ich etwas anfange zu schauen. Nach der ersten Folge ist erstmal ein Fragezeichen zurückgeblieben. Die zweite Folge sorgte für Aufklärung. Decim ist Barkeeper und Schiedsrichter in dieser Welt. Sobald zwei Menschen eintreffen, werden diese in ein Spiel geschickt und müssen sich beweisen. Dabei kommen die dunklen Seiten der Menschen zum Vorschein, ihre Abgründe.

Der Anime ist bis auf Decims Synchronsprecher, an dem wohl nur ich mich störe, schön umgesetzt. Es werden viele Fragen beantwortet, doch irgendwie ist das Ende eher wenig befriedigend. Mir bleiben selbst zu viele Fragen offen. Es gibt nicht nur einen Schiedsrichter in dieser Welt. Der Chef ist Oculus und Decims Vorgesetzte ist Nona, die mit Oculus immer Planeten-Billard spielt. Im Laufe der Geschichte lernen wir auch Ginti kennen, ebenfalls ein Schiedsrichter, der jedoch komplett anders seine Arbeit angeht. Auch bei diesem bleiben ein paar Fragen offen, doch Ginti hat genau das, was ihn zu einem meiner Lieblingscharaktere macht. Er ist unfreundlich und temperamentvoll und dann ist seine ständige Begleitung eine schwarze Katze.

Ich finde es tatsächlich schön, dass ich die Serie doch angeschaut habe. Es hat sich gelohnt und die Geschichte hinter allem ist so schön gestaltet. Die Ausarbeitung der Charaktere und vor allem auch Decims Entwicklung. Die Schiedsrichter sind dazu gemacht, dass sie keine Gefühle haben oder entwickeln sollen. Doch natürlich passiert genau das. Es bereichert ihn, aber macht ihn auch verwundbar. Aber zeigt wirklich eine schöne Charakterentwicklung. Nichtsdestotrotz fehlt mir an diesem Anime etwas. Ein oder zwei Folgen mehr hätte ich mir gewünscht, dann besteht jedoch auch die Chance, dass es schlechter geworden wäre, weil sich anderes gezogen hätte. Also alles in allem ein super Anime.

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