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Love Games – Mit dem Feuer spielt man nicht

Der dritte und abschließende Band der Love Games Reihe von Emma Hart. Hier begleiten wir Kyle in seine Heimatstadt und lernen ihn näher kennen.

Kyle hatte seinen Auftritt im ersten Band und dort noch fleißig mit Maddie geflirtet, doch jetzt fährt er über die Sommerferien nach Hause zu seiner Familie. Dort erwartet ihn ein etwas entsetzlicher Anblick. Vor sechs Monaten ist sein bester Freund, Cam, bei einem Autounfall ums Leben gekommen und er macht sich schuldig, dass er nicht vor Ort war. Erst jetzt wieder. Jetzt muss er mitansehen, was sein Fehlen mitunter angerichtet hat. Die kleine Schwester, Roxanne oder Roxy, von Cam kämpft mit der Trauer und ersäuft diese im Alkohol und in unbedeutenden One-Night-Stands. Dabei ist sie sauer auf Kyle, weil er ihr nicht beigestanden ist, während sie den Unfall gesehen und bei Cam war als er gestorben war. Kyle sieht sich jetzt in der Verantwortung, ihr zu helfen und so hält er sie auf mancher Party davon ab, mit einem Mann zu verschwinden.

Jedes Aufeinandertreffen der Beiden endet mit einem Streit und langen Diskussionen. Dabei möchte Kyle sie nur wieder auf die richtige Bahn lenken, während er damit klarkommen muss, dass sie nun eine junge Frau war, mit allem was dazugehört. Es fällt ihm immer schwerer, sie nur als kleine Schwester seines besten Freundes zu sehen.

Roxy vergräbt dabei die Gefühle für Kyle, die sie seit vier Jahren mit sich herum trägt unter der Wut ihm gegenüber. Denn sie fühlt sich von ihm alleingelassen. Er hätte früher da sein müssen.

Es hat mich wirklich überrascht, wie lang es sich zieht, bis sie endlich aufeinander zugehen. Während Roxy betrunken ist, verlangt sie von ihm, sie zu küssen und er vergisst sich und merkt, dass sie es wohl möchte, auch wenn sie betrunken ist. Diese Szene wird wunderbar dargestellt, ALLERDINGS war es auch hier wieder ziemlich merkwürdig. An dieser Szene das Beispiel: Sie steigt aus seinem Auto, spricht noch mit ihm und wird dann gegen den Schuppen gedrückt. Mit keinem Wort wird erwähnt, wie er aus dem Auto kam oder ihr hinterherging. Zumal sie eigentlich auf dem Weg zur Haustür war, doch dann war da plötzlich ein Schuppen hinter ihr. Diese Sprünge, die aus dem Nichts heraus kommen, stören mich. Sie vermindern mir mein Lesevergnügen und bringen mich dazu, über einen Abbruch des Buches nachzudenken. Und das obwohl es mich interessiert, wie es mit den Beiden weitergeht.

An diesen Band bin ich wieder mit weniger Erwartungen rangegangen, daher hat mich das Buch dann auch nicht so sehr enttäuscht, wie der vorrige Band, an den ich mehr Erwartungen hatte. Vielmehr hat es mich daher positiv überrascht. Die Geschichte ist mitreißend gewesen und man konnte mit Roxy mitfühlen. Ihren Schmerz und auch Kyles Verzweiflung. Natürlich hätte ich es schöner gefunden, wenn einige Passagen weiter ausgebaut gewesen wären, dann wäre da noch mehr drin gewesen. Ebenfalls schade fand ich, dass die übrigen Bände keine Rolle spielten. Zu Beginn war Kyle noch hinter Maddie her, er hat sich mit Braden angelegt. Doch hier war nichts mehr, als würde es Maddie nicht geben. Als gäbe es niemanden aus Berkeley. Natürlich wurde der Ort mehrfach angesprochen, aber es kam einfach nichts davon vor. Nur am Ende wurden Maddie und Megan so wirklich erwähnt, ebenso Braden und Aston. Sonst ging es im Buch wirklich nur um Kyle, Roxy und Cam.

Es ist schön, eine in sich abgeschlossene Geschichte zu lesen. Aber eine übergeordnete Grunhandlung zu haben, wäre ebenfalls nicht verkehrt gewesen. Diese haben die ersten beiden Bände wirklich durch den Schauplatz der Uni gehabt. Dieser Band war nun komplett davon ausgeschlossen. Trotzdem ist es ein auf und ab der Gefühle.

Band 1 – Spiel ohne Regeln
Band 2 – Das Spiel geht weiter

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