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Prescott Sisters

Eine leichte Reihe für zwischendurch … wirklich zwischendurch … Durch meinen Jobwechsel lohnt sich das Autofahren nicht bzw. es ist teurer als Busfahren. Und die Prescott Sisters kann man super im Bus lesen ;D Die Bände sind jetzt nicht soooo lange mit ihren jeweils knapp 200 Seiten. Und luftig leicht lassen sie sich auch noch lesen.

Im groben Rahmen geht es um die Prescott Sisters – wer hätte es gedacht. Die Familie Prescott stammt aus England und lebte auf Blanrych Manor. Vor 20 Jahren war ihre Mutter verschwunden und wegen des ganzen Trubels darum, haben sie England verlassen und sind nach Shanghai gezogen. So wie in England ist ihr Leben auch in Shanghai nicht durch Geldmangel gezeichnet. Sie wachsen zusammen mit ihrem Vater, ihrer Granny und dem Kindermädchen Emma auf. Letztere ist auch nach ihrem Erwachsen werden noch für die Familie als Assistentin und Organisatorin tätig.

Die Bände in sich abgeschlossen, aber es macht auf jeden Fall Sinn, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der oben beschriebene Handlungsstrang macht es fast notwendig. Zudem tauchen sonst Charaktere auf, die noch nicht bekannt sind 😉

Die fünf Prescott Sisters

Virginia ist die jüngste der Schwestern, sie hat gerade ihr Schauspielstudium beendet, welches sie wegen ihrer Mutter angefangen hatte. Sie hat von ihr nicht viel mitbekommen und war noch zu klein, doch ihr wird die größte, äußerliche Ähnlichkeit zugeschrieben und so wollte sie ihr näher sein und hat wie sie, das Schauspiel erlernt.

Tessa ist immer auf Achse als Model. Sie ist aber nicht das verwöhnte Püppchen und sieht alle von oben herab an. Sie führt ein vielbeschäftigtes Leben ohne ein Arbeitstier zu sein. Da sie ständig in der Öffentlichkeit steht, sei es auch nur auf Instagram, muss sie immer top aussehen, auch wenn schnell klar ist, dass ihre ungestellten Bilder die besten sind, die sie je hatte.

Die mittlere Ashley betreibt eine Kunstgalerie, in der sie komplett aufblüht. Sie sticht heraus, ist komplett anders als ihre Schwestern und äußerlich nicht ganz zufrieden mit sich selbst. Von den anderen wird ihre extrovertierte Art bewundert, besonders von Kate. Unter allen Schwestern, sticht besonders sie, bspw. durch ihre bunten Haare, hervor. Dabei sieht es innerlich ganz anders aus, um das allerdings nicht zeigen zu müssen, stürzt sie sich auch in belanglose ONS.

Dagegen betreibt Kate als zweitälteste eine erfolgreiche Agentur als Innenarchitektin. Mit ihrem Mitarbeiter Steve pflegt sie eine geschäftliche und eine freundschaftliche Beziehung. Oft sagt sie, er wäre perfekt, wenn er nicht schwul wäre. Sie stürzt sich gerne in Arbeit und hütet ein dunkles Geheimnis. Wenn ihr alles zu stressig ist, schlägt ihr Tick zu, bekommt lange Finger, ihr Objekt der Begierde sind Juwelen. Sie selbst bezeichnet sich als Elster.

Lange Zeit schon arbeitet Megan im Unternehmen ihres Vaters. Sie hat eine führende Position, wird von ihm aber trotzdem nicht ernst genommen. Bei Entscheidungen hat sie kein Mitspracherecht und muss sich den harten Worten ihres Vaters jedes Mal ergeben. Dabei fordert ihre Arbeit viel von ihr, auch ihr Privatleben.

Der Maskenball

An sich wollte sich Virginia nur mit ihrer besten Freundin, die einmal mehr mit ihrem Ex zusammengekommen ist, nur amüsieren. Doch auf dem Maskenball ist es ein wenig anders. Sie will ihrem Leben entfliehen, nicht sie selbst sein – das Mädchen, das vom Reichtum ihrer Familie lebt, weil ihre Karriere nicht anläuft – so verpasst sie sich bei der Begegnung mit dem Australier Liam den Namen ihrer Freundin. Es bleibt nicht bei der einen Begegnung und viel zu schnell verliert sie ihr Herz an ihn. Doch im ungünstigsten Moment fliegt ihre Lüge auf und die hasst er am Meisten!

Die Entführung

Für Megan gibt es nur die Arbeit. Ihr Privatleben leidet stetig und die Diskussionen mit ihrem Vater haben stets den gleichen Gewinner. Als ein Angestellter, Hunter, gefeuert wird, weil er angeblich geheime Daten an die Konkurrenz gegeben hatte, möchte sie nicht an dessen Schuld glauben. Nur kurz darauf wird sie entführt und findet sich ausgerechnet in den Hände von Hunter wieder. Er möchte, dass sie Beweise für seine Unschuld findet.

Der Meisterdieb

Auf der Vernissage von Ashley lernt Kate den attraktiven Engländer Matt kennen. Dieser durchschaut sie direkt im ersten Moment. Er ist Kunsthändler und hat neben Gemälden und Skulpturen auch wunderschöne Schmuckstücke. Besonders eins hat es ihr angetan und ihr Tick wird aktiv. Doch gerade als sie in seinen Räumen steht, erwischt er sie und fordert vier Dates. Er spricht davon, ihr Gefühl zu kennen und im Ruhestand zu sein. Seine Vergangenheit ist ebenfalls nicht sauber.

Der Amerikaner

Tessa ist so gar nicht erfreut. Sie kennt sich am Besten der Schwestern mit Pferden aus und soll mit ihrem Vater nach Kansas reisen um dort Rennpferde anzuschauen. Als Topmodel hat sie eigentlich genug zu tun und vor allem besseres als ins Hinterland zu fahren. Schon kurz nach ihrer Ankunft ist klar, ihr Vater kommt nicht mehr und einer der Brüder, die die Ranch führen, kann sie anscheinend auf den Tod nicht ausstehen. Derek ist alleinerziehender Vater und die Mutter des kleinen Taylors hat ihn wegen eines Schauspielers direkt nach der Geburt verlassen. Da gibt es natürlich Vorurteile! Schlimm wirds erst, als der andere Bruder sich verletzt, samt Mutter und Taylor ins Krankenhaus geht und Tessa mit Derek komplett von der Außenwelt abgeschirmt ist.

Der Bodyguard

Nach den letzten Ereignissen hält es Ashley nicht mehr länger aus. Sie möchte nach Bath reisen zum einstigen Anwesen ihrer Familie und mehr über das Verschwinden ihrer Mutter herausfinden. Ihr Vater lässt sie nicht allein fahren und so wird sie prompt von dem Bodyguard Chase begleitet. Einst war er beim Secret Service und verdingt sich mittlerweile als Bodyguard für die verschiedensten Promis. Auf die billigen Flirtversuche von Ashley lässt er sich nicht beeindrucken und bleibt zunächst äußerst wortkarg … seine längsten Sätze bestehen meist aus vier Worten.

Abschließend …

Ich hab schon einige Bücher solcher Art gelesen. Seien es nun die Reihen von G. A. Aiken, die natürlich im Fantasy-Setting beheimatet sind oder die Love Game Reihe … Bei den Prescott Sisters habe ich das Gefühl, dass es weniger um den Sex geht, sondern viel mehr um das Prickeln davor. Die Männer nehmen kaum ein Blatt vor den Mund und die Schwestern haben noch nie wirklich Liebe erfahren und waren noch nie wirklich verliebt – nach eigenen Aussagen. Dieses Prickeln, welches vor einem Kuss, welches mit den direkten Worten und vor dem Sex verspürt wird, wird sehr intensiv beschrieben und ich muss auch gesehen, das gefällt mir 😉

Ich kann die Reihe der Prescott Sisters deutlich leichter weiterempfehlen als Love Game. Bei Love Game hab ich die Handlung schon auch gemocht, doch die Charaktere aus den vorigen Bänden haben deutlich an Bedeutung abgenommen und auch deren Charakterzüge wurden … primitiver. Hier war es deutlich besser. Natürlich spielen die anderen Schwestern in den nachfolgenden (oder vorigen) Bänden eine nebensächliche Rolle, aber sie sind mit ihren Charaktereigenschaften präsent. Sie haben trotz allem einen wichtigen Platz und geben der Handlung mehr – selbst als Nebencharaktere. Zumal der zusammenhängende Strang auch das Verbleiben der Mutter darstellt und alle daran interessiert sind, mehr zu erfahren. Jede auf ihre eigene Weise und durch einen Grund, der sich leicht unterscheidet. Was mir später aufgefallen ist, dass vieles sich gleicht. Besonders in den intimen Momenten liest es sich wie Copy+Paste aus dem vorigen Band, mit kleinen Änderungen.

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